Der Samenleiter wird durchtrennt, sodass keine Samenzellen mehr in das Ejakulat gelangen. Testosteronproduktion, Libido und Erektionsfähigkeit bleiben unverändert.
Vorsicht! Der Mann ist nicht sofort unfruchtbar. Das Ergebnis der Spermientests bzw. Samenanalysen nach der Vasektomie sollte abgewartet werden. Es dauert ca. zwei bis drei Monate und ca. 20 Samenergüsse, bis keine fruchtbaren Samen mehr im Ejakulat zu analysieren sind.
Nein. Beim Spritzen des Lokalanästhetikums spüren Männer oft ein leichtes Ziehen oder Brennen. Wenn das Anästhetikum wirkt, sind keine Schmerzen zu spüren.
Die Operationsstelle am Hoden kann etwas berührungsempfindlich sein, ggf. verringert Kühlung mit Eis etwaige Schmerzen. Der sog. normale Alltag ist sofort nach dem Vasektomie-Eingriff möglich. Mit Sex lassen Sie sich noch ein paar Tage Zeit, strenge Vorschriften dazu gibt es aber nicht.
Da der Samenleiter durchtrennt und am Ende blockiert ist, werden die Spermien einerseits im Nebenhoden andererseits an der ‚Blockadestelle’ vom Körper in Proteinteile abgebaut und in Blutgefäße absorbiert. Dieser Prozess läuft vom Mann unbemerkt ab und ist nicht schmerzhaft. Die Spermienproduktion wird mittelfristig reduziert und dadurch ein Spermienstau vermieden.
Da die Spermazellen nur einen Bruchteil des Ejakulats ausmachen, ist nach der Sterilisation das Ejakulat für den Mann nicht wahrnehmbar verändert.
Die Vasektomie ist die sicherste Verhütungsmethode für den Mann. Der Pearl Index beträgt bei diesem Eingriff 0,1 also von 1000 Paaren, die ein Jahr ungeschützten Geschlechtsverkehr haben und auf diese Verhütungsmethode vertrauen, wird eine Partnerin schwanger. Der Pearl-Index der oft verwendeten Pille zur Verhütung bei der Frau liegt im Vergleich dazu bei 0,1 bis 0,9, je nach Publikation.
Durch die Sterilisation wird der Hormonhaushalt des Mannes nicht beeinflusst. Der medizinische Eingriff verändert weder die Erektionsfähigkeit noch den Samenerguss (Ejakulation) noch die Libido. Die Samenflüssigkeit ohne Samenfäden (Spermien) ist nicht vom ursprünglichen Zustand zu unterscheiden. Viele Männer genießen nach dem Eingriff Sex ohne ungewollte Schwangerschaften umso mehr.
Ein Hausarzt oder Urologe kann eingehend über das Für und Wider der Vasektomie informieren. Auch bei Pro Familia sind ergänzende Informationen zu erhalten.
In der Regel wird der Eingriff ambulant in der Urologie durchgeführt. Eine Rasur des Hodensackes wird aus Gründen der Hygiene vor der Operation empfohlen.
Wie nach jedem Eingriff ist auch bei der Sterilisation des Mannes für 1 bis 2 Tage Schonung anzuraten. Der Operationsbereich sollte regelmäßig gereinigt werden. Nach einigen Wochen erfolgt ein Test, ob sich noch Samenzellen in der Samenflüssigkeit befinden.
Die kleine Operation wird unter lokaler Anästhesie durchgeführt, bei der Frau ist es ein chirurgisch komplizierterer Eingriff, der eine Vollnarkose erfordert. Untersuchungen zeigen, dass etwa jede dritte Frau, die sich für eine Sterilisation entschieden hat, diese Entscheidung auf irgendeine Weise später bedauert. Doch nur 1 bis 3% der sterilisierten Frauen möchte die Operation wieder rückgängig machen.
Die Ergebnisse variieren, in Neuseeland scheint die höchste Rate mit 23% zu liegen, in Europa 11%, in USA ein paar Prozentpunkte höher und in China/Indien am niedrigsten etwa bei 7-8%. Weltweit haben sich 50 Millionen Männer sterilisieren lassen.
Grundsätzlich ist die Zufriedenheit mit der Entscheidung sehr hoch. Gründe, diese Entscheidung zu bereuen, liegen häufiger in der Änderung der Lebensumstände wie eine neue Partnerschaft oder der Tod eines Kindes.
Das Ejakulat enthält nur 3-5% Sperma, somit wird kein Unterschied des Samenergusses im Vergleich zu vor der Behandlung wahrgenommen.
Vor über 20 Jahren hatte man spekuliert, ob es einen Zusammenhang gäbe. Die durchgeführten Studien zeigen, dass es kein erhöhtes Risiko für Prostata- oder Hodenkrebs gibt.
Falls kein Kinderwunsch gehegt wird oder die Familienplanung abgeschlossen ist und andere Verhütungsmethoden als unangenehm empfunden oder aus anderen Gründen abgelehnt werden, ist die Vasektomie eine aufwands- und schmerzarme Möglichkeit zur Verhütung. Sie ist mit die sicherste Verhütungsmethode beim Mann. Im UCM Netzwerk arbeiten erfahrene Urologen, die dafür sorgen, dass ein Routineeingriff mit geringstmöglichem Risiko für den Patienten einhergeht.
Nein, eine erfolgreiche Rück-OP ist zwar nicht immer möglich, in 85% der Fälle ist jedoch eine Wiederherstellung der Verbindung zwischen den beiden Samenleiterenden möglich und erfolgreich. Nähere Informationen dazu finden Sie unter: Andrologie Centrum München
.Nein, die Hoden bleiben durch die Schonung der Blutgefäße weiterhin versorgt und in ihrer Funktion und Größe gleich. Durch die besondere Oberflächenstruktur des Hodensacks sowie der guten Durchblutung heilen kleine Schnitte, wie bei der Vasektomie nötig, meist ohne starke Narbenbildung und quasi nicht sichtbar.