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Sterilisation des Mannes und Onlineforen - Wie das Internet die Entscheidungsfindung von Patienten beeinflusst

Das Internet als Quell des Wissens ist heutzutage in fast allen Lebens­bereichen die erste Anlaufstelle bei Fragen aller Art. Fast unhöflich erscheint es zuweilen, jemanden etwas zu fragen, was man vorher nicht zumindest gegoogelt hat. So verwundert es wenig, dass auch bei operativen Eingriffen und besonders auch bei der Vasektomie das Internet von gut gemeinten Ratschlägen und Erfahrungs­berichten nur so wimmelt. Gerade bei einem so sensiblen Thema wie der Fortpflanzungsfähigkeit, meiden es viele Leute, Freunde oder Bekannte zu fragen und verlassen sich lieber auf den Rat von Fremden im Netz.

Dies muss keineswegs anonym erfolgen. Große Zeitungen und Magazine, wie der "Spiegel" und die "Men's Health" widmeten sich bereits dem Thema und erläuterten, teils kommentierend, teils als Erfahrungsbericht, verschiedene Sichtweisen auf das Thema.

Doch der größte Fundus an themenbezogenen Texten findet sich, wie zu erwarten war, in Onlineforen, in denen sich Interessierte mit bereits Operierten austauschen können und Erfahrungen teilen. Wie eine kürzlich erschienene Studie aus dem Fachmagazin "Urology" suggeriert, gibt es auf wenigen Webseiten hunderte Posts zum Thema, die sich hauptsächlich um zwei Themengebiete ranken, die Libido und postoperative Schmerzen.

Ist die Angst vor einem Verlust der Lust oder Schmerzen bei der Sterilisation des Mannes begründet?

Selbstverständlich ist bei einem Thema wie Sterilisation die Furcht vor einem Verlust der Lust sehr groß. Sie ist jedoch unbegründet und fußt auf der gedanklichen Gleichsetzung einer Vasektomie mit der Kastration. Bei der Vasektomie bleibt jedoch der Hoden erhalten, die Testosteronproduktion wird nicht beeinflusst und damit ebenso wenig die Libido. Im Gegenteil soll ja die Vasektomie eben ein unbeschwertes Liebesleben ohne Furcht vor ungewolltem Nachwuchs ermöglichen.

Und wie bei jeder Operation ist natürlich auch bei der Vasektomie die Angst vor Schmerzen groß. Gerade eine so empfindliche Körperregion wie der Hoden müsse ja große postoperative Schmerzen bereiten, so die Vermutung. Doch so überraschend es klingen mag, ist eine Vasektomie ein sehr kleiner Eingriff, der von einem erfahrenen Urologen in wenigen Minuten mit großer Präzision und sehr komplikationsarm durchgeführt wird. Sie ist sogar der in den USA meist durchgeführte, nicht therapeutische Eingriff in der gesamten Urologie. Die durchführenden Chirurgen haben daher viel Erfahrung und Routine, Komplikationen treten so gut wie nie auf. Meist ist ein Wiedereinstieg in den normalen Arbeits- und Lebensalltag bereits am nächsten Tag nach der Operation möglich. Durch den minimalinvasiven Eingriff besteht nach der OP nur ein sehr kleines Wundgebiet und die spezielle Anatomie des Hodensacks lässt nach kürzester Zeit keine Spur eines Eingriffs zurück.

Was sagen die Frauen im Netz zur Sterilisation des Mannes?

Überraschenderweise hat die Vasektomie im Netz zudem eine weitere große Unterstützergruppe. Eine sehr große Anhängerschaft findet sich nämlich unter Frauen. Die weibliche Netzgemeinde ist sich einig, dass die Vasektomie ein Schritt weg von der "Feminisierung" der Verantwortung bei der Verhütung ist. Tatsächlich ist gerade bei festen, langjährigen Beziehungen häufig die Anti-Baby-Pille die Verhütungsmethode der Wahl und damit lastet die gesamte Verantwortung auf der Frau. Eine Vasektomie ist bei Paaren mit abgeschlossener Familienplanung daher auch eine enorme Entlastung der Partnerin, die damit auch nicht mehr den gesundheitsgefährdenden Auswirkungen der Hormone in der "Pille" ausgesetzt ist.

Das Internet hat, wie so vieles anderes, auch die Medizin und die Arzt-Patienten Beziehung stark verändert. Patienten sind in der Lage vieles selbst zu recherchieren und können sich so sehr selbstständig auf Operationen vorbereiten. Falls Sie trotzdem das Bedürfnis haben, mit einem Arzt über einen möglichen Eingriff zu sprechen, beraten wir Sie selbstverständlich gerne.